Der Management-Baukasten für handwerkliche Bäckereien

Welches sind die wichtigsten Einflussfaktoren, die erfolgreiche von weniger erfolgreichen Bäckerei-Filialisten unterscheiden? Diese Frage wurde einmal anlässlich einer Erfa-Tagung an mich gerichtet. Wenn ich eine Quintessenz aus meiner langjährigen Beratungserfahrung ziehe, fällt die Antwort ziemlich eindeutig aus. Kleine Unternehmen und Familienbetriebe werden naturgemäß stark von den Inhabern, Chefs und Führungskräften geprägt. Eigenschaften, Glaubenssätze, Motivation sowie Fach- und Managementkenntnisse der Führungsriege drücken diesen Unternehmen ihren Stempel auf. Die drei wichtigsten Einflussfaktoren für den Erfolg haben deshalb mit den Chefs und Führungskräften zu tun:

Erstens: Begeisterungsfähigkeit und Wertschätzung

Brennt der Chef für das, was er tut? Ist er mit seiner Rolle im Unternehmen und mit seinem Leben glücklich und zufrieden? Ist er durch sein Auftreten empathisch und begeisternd? Kann er andere anstecken, motivieren und erfolgreich machen?

Zweitens: Marke und Image

Können die Chefs und Führungskräfte die Sinnfrage, d.h. die Frage nach dem „Warum“ beantworten? Prägen sie mit ihren Werten und der Positionierung der Bäckerei eine Marke? Emotionen, Erlebnis und Markeninhalt gehören heute ebenso zu den angebotenen (Dienst)-Leistungen einer handwerklichen Bäckerei, wie die hergestellten und verkauften Backwaren, Snacks und Kaffeespezialitäten. Warum sonst kann der Kaffee bei Starbucks so teuer sein?
Allein zum „Sattmachen“ benötigt man handwerklichen Bäckereien nicht mehr. 

Drittens: Management- und Führungskompetenzen

Das ist ein weites Feld. In vielen Handwerksbetrieben sind die Chefs und Führungskräfte Meister ihres Faches und verfügen somit über ausgezeichnete Fachkenntnisse. Sie vernachlässigen häufig jedoch wichtige Unternehmer- und Managementaufgaben und lassen Potentiale brach liegen. Die Anforderungen von Kunden, Mitarbeitern, Behörden und Märkten steigen ständig. Gutes Aufgaben- und Projektmanagement nach dem Pareto Effizienz-Prinzip, organisiert wie in einem „Quasi-Franchise-Betrieb“, ist unbedingt erforderlich, um nicht im Tagesgeschäft unterzugehen.

Um Zeit für die Arbeit am Unternehmen und für das eigene Lebensglück zu gewinnen, müssen Führungskräfte deshalb den weitverbreiteten Glaubenssatz aufgeben, am besten alles selber zu machen. Doch wie wird man vom ackernden Fachexperten zum delegierenden Unternehmer oder Manager? Es existieren zigtausend Management- und Wirtschaftsbücher und es werden ständig mehr. Keine Führungskraft kann hier den Überblick behalten und schon gar nicht alles lesen und umsetzen.

Die 12 Bausteine des Management-Baukastens werden Deine Managementkompetenzen und das Arbeiten „am Unternehmen“ fördern und den Know-How Transfer vereinfachen.

Baustein 1: UNTERNEHMER-GLÜCK

Chefs und Führungskräfte prägen ein Unternehmen. Was ist eigentlich Glück?
Der Zusammenhang von Glück und Erfolg.

Baustein 2: EMOTIONALE ENTSCHEIDUNG

Wie will ich leben als Mensch und als Chef. Den eigenen Persönlichkeitstyp und Ergänzungsbedarf erkennen. Persönliche Engpässe und falsche Glaubensätze erkennen und beseitigen. Neu durchstarten.

Baustein 3: PRÄGENDE FÜHRUNGS-KRAFT

Chef sein: Werte, Wertschätzung „organisieren“. Vorangehen, andere erfolgreich und glücklich machen als Leuchtturm und Impulsgeber.

Baustein 4: PEILUNG

Trends, Bedrohungen, den Markt, den Wettbewerb und das eigenen Unternehmen (er)kennen, um die Basis für eine gute Strategie legen zu können. Jan

Baustein 5. NEUROMARKETING

Wie die Menschen ticken und wie wir sie emotional erreichen. Feb

Baustein 6: VISION UND STRATEGIE

Wer strategisch an seinem Unternehmen und an einer einzigartigen Positionierung arbeitet, findet nach dem Pareto-Prinzip die lukrativen „Baustellen mit großen Effizienz-Potentialen. März

Baustein 7: EINFACH MACHEN

Vorsätze, Aufgaben und Projekte „WOOPEN“. Erfolgreiche Umsetzungsstrategie und Selbstorganisation. Denn Wissen ist zwar Macht, aber Machen ist Allmacht. April

Baustein 8: VOM LEITBILD ZUR KOMMUNIKATION

Botschaften nachhaltig und eindeutig mit geeigneten „Kommunikations-Bausteinen“ kommunizieren. Das Abbild muss zum Leitbild passen.

Baustein 9: SYSTEMATIK

Es ist bewiesen, dass gut organisierte Unternehmer zufriedenere Kunden, Mitarbeiter und höhere Gewinnspannen haben.

Baustein 10: MOTIVIERTE MIT-MACHER

Geeignete Mitarbeiter suchen, finden, binden, schulen und effektiv in Szene zu setzen hat höchste Priorität.

Baustein 11: EINZIGARTIGE ANGEBOTE

Eine systematisierte Produktentwicklung und -einführung, „spitz statt breit“, ist die Voraussetzung für hochwertige, einzigartige und emotionale Sortimente und Dienstletungen.

Baustein 12: ÜBERBLICK IM COCKPIT

Strategisches Management und kooperative Führung benötigen ein Zahlenwerk an Management-Informationen als Führungsinstrument im Unternehmer-Cockpit.